Verwendete Materialien für Axtköpfe, Stiele und Extras von Spaltäxten

Die Köpfe von Spaltäxten bestehen immer aus geschmiedetem Stahl, denn er besitzt die nötige Härte, um reichlich Brennholz zu hacken. Bei den Stielen kommen jedoch unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz. Darüber hinaus besitzen einige Modelle Extras, die beim Gebrauch der Spaltaxt praktisch sind oder für zusätzliche Sicherheit sorgen. Im Folgenden deshalb eine kleine Materialkunde, die Ihnen bei der Auswahl der richtigen Spaltaxt hilft.

Stahl - das Material aus dem der Axtkopf gefertigt wird

Der Kopf einer Spaltaxt besteht aus Stahl, der auf eine hohe Temperatur erhitzt und in die gewünschte Form geschmiedet wird. Durch das Schmieden mit Hammer und Amboss oder mit Hilfe entsprechender Maschinen wird der Stahl verdichtet und bekommt so eine hohe Festigkeit. Danach wird die Schneide noch einmal erhitzt und schnell wieder abgekühlt. Auf diese Weise wird sie gehärtet, sodass sie selbst beim Hacken von sehr hartem Holz eine lange Lebensdauer hat. Zum Schluss wird die Schneide auf beiden Seiten geschliffen, um ihr die nötige Schärfe zu verleihen.
Tipp! Eine Antihaftbeschichtung auf der Klinge sorgt dafür, dass die Axt nicht im Holz stecken bleibt. Außerdem versehen manche Hersteller die Enden des Kopfes mit einer Rundung, die das Herausziehen der Axt aus dem Holz ebenfalls erleichtert.

Nicht immer besteht der Stiel aus Holz

Den Stiel einer Spaltaxt und auch anderer Äxte stellen viele Hersteller aus Eschen- oder Hickoryholz her. Diese beiden Holzarten sind elastisch und gleichzeitig stabil. Sie nehmen daher Schläge auf, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Stiel bricht. Bei einem Holzstiel dürfen allerdings keinerlei Äste im Holz sein. An solch einer Stelle könnte der Stiel unter Belastung sonst leicht brechen. Wenn Sie sich für eine Axt mit Holzstiel entscheiden, sollten Sie sich den Stiel deshalb vor dem Kauf gut ansehen.
Darüber hinaus gibt es Spaltäxte, deren Stiele aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff wie beispielsweise Polyamid bestehen. Dieses Material hat den Vorteil, dass es etwas leichter als Holz ist. Außerdem weist es an jeder Stelle die gleiche Festigkeit auf, während es bei natürlich gewachsenem Holz immer kleine Unterschiede gibt. Kunststoff kann beim Kontakt mit Feuchtigkeit wie beispielsweise in verschwitzten Händen leicht rutschig werden. Diese Stiele besitzen deshalb meist eine Antirutschbeschichtung.
In Hinsicht auf die Funktion ist Holz genauso gut geeignet wie Kunststoff. Ebenso wenig kann man sagen, dass ein Material besser als das andere ist. Für welchen Stiel Sie sich entscheiden, ist daher eine Frage des Geschmacks. Achten Sie beim Kauf einer Axt aber auch auf diese Kriterien:
  • Beim Stiel ist eine ergonomische Form wichtig, damit die Axt gut in den Händen liegt. Das Ende von Axtstielen hat deshalb meist eine leichte Rundung und ist etwas breiter als der Rest des Stiels. Auf diese Weise rutscht Ihre Hand nicht so leicht ab.
  • Hat der Stiel ein Loch, können Sie Ihre Axt im Hobbyraum, in der Garage oder im Keller aufhängen. So ist die Schneide vor Beschädigungen geschützt und die Axt gleichzeitig außer Reichweite von Kindern.
  • Einige Spaltäxte besitzen am oberen Ende des Stiels, also unterhalb des Kopfes, einen zusätzlichen Stielschutz. Er wird ebenfalls aus Stahl hergestellt und verleiht dem Stiel zusätzliche Festigkeit.

Ein Schneidenschutz hält die Klinge scharf

Bei der Lagerung einer Spaltaxt kann ihre Klinge beschädigt oder stumpf werden. Um dies zu verhindern, statten einige Hersteller ihre Äxte mit einem Schneidenschutz aus. Er besteht meist aus Leder und wird einfach über die Klinge gezogen, wenn die Axt nicht in Gebrauch ist.