Die Fällaxt – in früheren Zeiten ein wichtiges Werkzeug für Holzfäller

Die Fällaxt kommt, wie ihr Name schon sagt, hauptsächlich beim Fällen von Bäumen zum Einsatz. Mit ihr lassen sich aber auch Äste von einem Baumstamm schlagen. In der Forstwirtschaft wurden Fälläxte allerdings inzwischen von den Motorsägen verdrängt. Sie werden im professionellen Bereich daher nur noch selten genutzt. Wenn Sie hin und wieder einen Baum zu fällen haben, ist diese Axt jedoch eine gute Wahl.

Die Besonderheiten der Fällaxt

Die Fällaxt besitzt einen langen Stiel, damit sich bei jedem Schlag möglichst viel Kraft entwickelt. Solche Äxte sind deshalb meist zwischen 70 und 90 Zentimeter lang. Der Kopf ist dagegen nicht so schwer wie bei anderen Äxten wie den Spalthämmern. Sein Gewicht liegt im Bereich von einem bis zweieinhalb Kilogramm. Durch dieses relativ geringe Gewicht lässt sich mit einer Fällaxt auch über einen längeren Zeitraum arbeiten. Fälläxte besitzen außerdem eine dünne Schneide, die sich leicht in den Baumstamm schlagen lässt. Auch der gesamte Kopf ist im Vergleich mit einer Spaltaxt recht flach, denn sonst würde der Axtkopf zu schnell im Baumstamm stecken bleiben. Ein flacher Kopf ist außerdem für das Hacken quer zur Faserrichtung des Holzes ideal. Fälläxte und Spaltäxte lassen sich daher nicht ohne weiteres austauschen. Wenn Sie selbst Bäume fällen und das Holz zu Brennholz verarbeiten möchten, verwenden Sie deshalb am besten eine Fällaxt und eine Spaltaxt.

Die Doppelaxt als Fällaxt

Eine besondere Variante der Fällaxt ist die Doppelaxt. Sie besitzt zwei Schneiden und wurde früher häufig von Holzfällern in Nordamerika genutzt. Mit solch einer Axt konnten sie lange arbeiten, bis die Axt schließlich wieder geschärft werden musste. Außerdem können die beiden Schneiden einer Doppelaxt unterschiedlich geschliffen werden, um sie für verschiedene Arbeiten zu verwenden. Heutzutage werden solche Äxte jedoch meist nur noch für sportliche Wettbewerbe genutzt.

Beim Stiel haben Sie die Wahl zwischen Holz und Kunststoff

Für grobe Arbeiten wie das Fällen von Bäumen ist ein Stiel aus Hickoryholz am besten geeignet. Dieses Holz stammt aus Nordamerika, ist sehr zäh und dadurch extrem belastbar. Wenn Sie nur kleine Bäume fällen möchten, können Sie aber auch eine Fällaxt mit einem Eschenstiel verwenden. Auch dieses Holz wird gern für Stiele und Griffe von Werkzeugen benutzt. Es zeichnet sich durch fast ebenso gute Eigenschaften wie das Hickoryholz aus, ist aber etwas günstiger und reduziert dadurch den Preis der Axt. Darüber hinaus finden Sie im Handel Fälläxte mit einem Stiel aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Dieses Material ist ebenfalls robust und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. In verschwitzten Händen wird es jedoch schnell rutschig, deshalb sind Kunststoffstiele meist mit einem Gummi oder einem anderen Material beschichtet. Bei Fälläxten ist der Stiel anders als bei anderen Äxten oft gerade. Dadurch lässt sich mit solch einer Axt besser Schwung holen, um den Baum mit großer Kraft zu treffen und mit der Schneide möglichst tief in das Holz einzudringen. So dauert es nicht lang, bis der Baum schließlich umfällt und zu Brennholz verarbeitet werden kann.