Brennholz

Ein kleiner Ratgeber für den Kauf von Brennholz

Als Brennholz eignen sich vielerlei Holzarten und sowohl Laubbäume wie auch Nadelbäume und Obstgehölze. Die Entscheidung für eine bestimmte Holzart ist deshalb nicht immer leicht. Im Folgenden deshalb ein kleiner Überblick über die einzelnen Holzarten und deren Eigenschaften. Vorab jedoch einige Informationen über die Angaben, die Ihnen beim Kauf von Brennholz immer wieder begegnen werden.
Brennholz - im Idealfall gut getrocknet und von hohem Brennwert.
Brennholz - im Idealfall gut getrocknet und von hohem Brennwert.
Brennholzpreise können sich auf das Gewicht des Holzes oder auf sein Volumen beziehen. In letzterem Fall wird der Preis pro Kubikmeter berechnet und wird meist in Raummeter oder Schüttraummeter angegeben.
  • Ein Raummeter (RM) Holz entsteht, wenn so lange Brennholz aufgeschichtet wird, bis der Stapel eine Höhe, Breite und Tiefe von jeweils einem Meter hat.
  • Bei der Preisangabe pro Schüttraummeter (SRM) wird das Brennholz nicht gestapelt, sondern einfach geschüttet, bis ein Volumen von einem Kubikmeter erreicht ist. Dadurch bleiben viele Zwischenräume und Sie bekommen weniger Holz als bei einem Raummeter. Grob geschätzt entspricht ein Schüttraummeter 0,7 bis 0,8 Raummeter.

Der Brennwert von Brennholz

Der Brennwert gibt an, wie viel Wärme eine bestimmte Menge Holz erzeugt. Auch er kann sich auf das Gewicht oder das Volumen beziehen. Dementsprechend finden Sie Angaben in Kilowattstunden pro Kilogramm (KWH/kg) und in Kilowattstunden pro Raummeter (KWH/RM). Die einzelnen Holzarten haben verschiedene Dichten, also ein unterschiedlich hohes Gewicht pro Kubikmeter. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass beim Vergleich zweier Holzarten der Brennwert der einen Holzart bezogen auf das Gewicht unter und bezogen auf das Volumen über dem Brennwert der anderen Holzart liegt.
Hier nun ein kleiner Überblick über die Holzarten, die häufig als Brennholz genutzt werden:
  • Fichtenholz ist nicht nur als Brennholz günstig, sondern wird auch als Bauholz zu niedrigen Preisen angeboten. Es brennt gut, ist aber schnell verbrannt, sodass Sie immer wieder Holz nachlegen müssen. Für ein gemütliches Kaminfeuer gibt es daher besser geeignete Holzarten.
  • Birkenholz wird gern für offene Kamine genutzt, denn bei ihm fliegen keine Funken, die Löcher in den Teppich oder einen anderen Fußbodenbelag brennen könnten. Seine Flamme ist außerdem schön anzusehen und das Holz verströmt beim Verbrennen einen angenehmen Duft.
  • Buchenholz ist zwar teurer als Brennholz aus anderen Holzarten, verbrennt aber sehr langsam, sodass Sie weniger Holz benötigen. Auch bei diesem Holz fliegen nur selten Funken.
  • Eichenholz braucht ebenfalls sehr lang, bis es vollständig verbrannt ist und erzielt dadurch einen hohen Brennwert. Es ist jedoch nicht so schön anzusehen wie Buche oder Birke und kommt deshalb vor allem in geschlossenen Öfen zum Einsatz.
  • Eschenholz wiederum eignet sich gut für einen offenen Kamin, denn es hat ein schönes Flammenbild und lässt kaum Funken fliegen. Auf das Knacken, das viele Menschen bei einem Kaminfeuer schätzen, müssen Sie bei Eschenholz allerdings verzichten.
  • Pappel- und Weidenholz verbrennt sehr schnell. Bei diesen beiden Holzarten müssen Sie daher laufend für Nachschub sorgen. Außerdem entsteht bei Pappel- und Weidenholz nur wenig Wärme. Wenn Sie einen Raum im Winter mit Holz beheizen möchten, sind diese Holzarten deshalb nicht zu empfehlen.
Tipp! Brennholz müssen Sie nicht unbedingt im Handel kaufen. Auch viele Gemeinden bieten Stammholz und kleinformatige Holzstücke an, die bei der Instandhaltung der Wälder übrigbleiben.