Holzspalter – die bequeme Art Brennholz zu spalten

Wenn Sie es sich beim Holz hacken etwas leichter machen möchten, verwenden Sie anstelle einer Axt einen elektrischen Holzspalter. Diese Bequemlichkeit hat allerdings ihren Preis, denn für ein gutes Gerät müssen Sie schon einige hundert Euro einplanen.
Holzspalter zerteilen einen Stammabschnitt in zwei oder vier Teile. Letztere finden Sie im Handel unter der Bezeichnung Kreuzspalter. Ein Kreuzspalter ist recht praktisch, denn dünne und mittelgroße Stammabschnitte schneidet er sofort in das richtige Format. Falls Sie nur kleinere Holzstücke zerschneiden möchten, reicht ein Schnitt in zwei Teile aber möglicherweise schon aus. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen Geräten, in die Sie die Holzstämme legen, und Holzspaltern, in die Sie die Stämme stellen.
Holzspalter sind meist mit einer hydraulischen Presse ausgestattet. Sie drückt das Holz gegen einen Keil beziehungsweise ein Kreuz und spaltet es so in zwei oder vier Teile.
  • Die Spaltlänge gibt an, wie lang das Holz, das Sie aufspalten möchten, maximal sein darf. Sie liegt bei den Geräten für den privaten Gebrauch meist zwischen 50 und 120 Zentimeter. Darüber hinaus gibt es einige sehr kleine Modelle, bei denen die Spaltlänge bei rund 30 Zentimeter liegt.
  • Neben der Leistung, die in Kilowatt angegeben wird, spielt die Spaltkraft bei Holzspaltern eine wichtige Rolle. Diese Angabe erfolgt in Tonnen und liegt im Bereich von 4 bis 40. Für den privaten Gebrauch und den gelegentlichen Zuschnitt von Kaminholz ist ein Gerät mit einer Leistung von 5 bis 10 Tonnen zu empfehlen. Wenn Sie weiches Holz verwenden, reicht eine Spaltkraft von 5 bis 7 Tonnen, bei Harthölzern sollte sie etwas höher sein.
Hinweis: Eventuell könnte es Sie reizen, einen möglichst leistungsstarken Holzspalter zu kaufen. Bedenken Sie aber, dass Geräte mit hoher Leistung sehr schwer sind. Ihr Gewicht liegt schnell im Bereich von 150 bis 200 Kilogramm. Zudem werden Holzspalter immer lauter, je höher die Leistung ist. Ein Gehörschutz ist für diese Geräte daher auf jeden Fall zu empfehlen.
  • Möchten Sie auch etwas dickere Baumstämme aufspalten, sollten Sie auf den maximalen Spaltgutdurchmesser achten.
  • Beachten Sie außerdem, dass einige Geräte mit einer Netzspannung von 230 Volt, also an einer gewöhnlichen Steckdose betrieben werden können. Andere brauchen dagegen einen Starkstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt
Auch in Bezug auf die Sicherheit und den Komfort unterscheiden sich die einzelnen Geräte.
  • Bei Geräten mit einer Zweihandbedienung müssen Sie zwei Hebel betätigen, um den Holzspalter zu starten. Eine solche Sicherheitseinrichtung verhindert daher, dass Sie den Einschalter aus Versehen betätigen.
  • Zusätzliche Sicherheit bietet auch eine elektrische Anlaufsicherung. Durch sie müssen Sie den Holzspalter erneut einschalten, falls die Stromzufuhr unterbrochen wurde. •    Ein verstellbarer Spalttisch hat den Vorteil, dass Sie mit solch einem Gerät kurze Holzabschnitte schneller bearbeiten können. Ist der Tisch nicht verstellbar, muss dagegen jedesmal der komplette Weg abgefahren werden.
Mein Tipp: Wenn Sie nicht so viel Geld für einen Holzspalter ausgeben möchten, fragen Sie doch mal in einem Baumarkt in Ihrer Nähe nach, ob Sie dort solch eine Maschine ausleihen können. Einen Holzspalters zu mieten ist vor allem sinnvoll, wenn Sie nur ein- oder zweimal pro Jahr Brennholz hacken.