Brennholz hacken – so geht es am einfachsten

Beim Holz hacken sollten Sie einige Dinge beachten, damit diese Arbeit nicht unnötig anstrengend wird. Besonders wichtig ist in dieser Hinsicht der Hackklotz, auf dem Sie das Holz aufspalten. Hat er die richtige Höhe, dann benötigen Sie weniger Kraft und Ihr Brennholz ist um so schneller fertig.
Beim Holzhacken entscheiden neben Muskelkraft vielmehr Technik und Werkzeug.
Beim Holzhacken entscheiden neben Muskelkraft vielmehr Technik und Werkzeug.

Auf das Ablängen folgt das Aufspalten

Falls Sie ganze Stämme zu Brennholz verarbeiten möchten, müssen Sie diese erst einmal auf die richtige Länge bringen. Diese Arbeit können Sie mit einer Handsäge, einer elektrischen Kettensäge oder an einer Wippsäge vornehmen. Denken Sie beim Ablängen daran, dass die Holzscheite später in Ihren Kamin passen müssen. Mehr als 30 Zentimeter lang sollten die Abschnitte daher in der Regel nicht sein. Diese Abschnitte spalten Sie im Anschluss mit einer Spaltaxt oder in der bequemen Variante mit einem Holzspalter.

Ein guter Hackklotz in der richtigen Höhe erleichtert die Arbeit

Bei Verwendung einer Spaltaxt lassen sich größere Holzstücke am besten auf einem Spalt- oder Hackklotz zu Brennholz verarbeiten. Er dient als Abstellfläche und fängt gleichzeitig die Axt auf, wenn das Holzstück durchtrennt ist. Für solch einen Hackklotz wird gern ein Stammabschnitt von einer Eiche genutzt, denn ihr Holz ist recht fest, sodass der Klotz lange hält. Natürlich können Sie aber auch einen Hackklotz aus einer anderen Holzart verwenden. Das Holz sollte aber auf jeden Fall härter sein als das Brennholz, das Sie darauf hacken möchten. Dieser Hackklotz benötigt einen Platz, an dem er sicher und gerade steht.
Die optimale Höhe eines Hackklotzes ist abhängig von Ihrer Körpergröße und den Holzstücken, die Sie darauf hacken möchten. Wenn das Holz auf dem Klotz liegt, sollte seine Oberkante etwa auf der Höhe Ihrer Hüften sein. Auf diese Weise liegt der Stiel der Axt genau waagerecht, wenn er auf das Holz trifft. Wenn Sie möchten, können Sie daher auch die Spaltaxt waagerecht halten und jemand anderen den Abstand zwischen Boden und Axt messen lassen. Von diesem Wert ziehen Sie die Höhe der Holzstücke ab, die Sie auf dem Klotz hacken wollen.
Mein Tipp: Frisch geschlagenes Holz lässt sich leichter hacken als Holz, das schon ein wenig getrocknet ist. Am besten hacken Sie Ihr Holz daher gleich nachdem Sie es bekommen haben.

Hacken Sie Holz immer parallel zu den Fasern

Am leichtesten lässt sich Holz in Richtung seiner Fasern spalten. Sie verlaufen bei einem Baumstamm von oben nach unten und auch bei den Ästen in Längsrichtung. Stellen Sie das Holz deshalb ebenfalls in Längsrichtung auf den Spaltklotz, also im Prinzip so, wie es vorher am Baum war. Falls Sie quer zur Faser hacken möchten, ist dies zwar theoretisch auch mit einer Spaltaxt möglich, eine Forstaxt ist hierfür jedoch besser geeignet.
Bei einer Spaltaxt arbeiten Sie am besten immer mit beiden Händen, nur die sehr leichten Äxte mit einem Gewicht von etwa einem Kilogramm eignen sich auch für den einhändigen Gebrauch. Abgesehen vom Schwingen der Axt ist beim Holz hacken kein all zu großer Kraftaufwand erforderlich. Eine Spaltaxt hat schon allein durch ihr Gewicht eine gute Wirkung. Es ist daher nicht nötig, sie mit unnötig viel Kraft auf das Holz zu schlagen. Sparen Sie sich diese Energie lieber auf, vor allem wenn Sie größere Mengen Holz zu hacken haben.
Denken Sie beim Holz hacken an Handschuhe! So schützen Sie Ihre Hände vor Blasen und Holzsplittern. Auch Schutzkleidung und eine Schutzbrille sind durchaus zu empfehlen.