Der Spaltkeil – ein praktisches Hilfsmittel, nicht nur für Kaminbesitzer

Spaltkeile werden zum Fällen von Bäumen und zum Aufspalten größerer Holzstücke benutzt. Einen Spaltkeil können Sie daher auch für die Herstellung von Brennholz verwenden. Ihn treiben Sie in das Holz, bis es auseinander bricht. Falls Ihnen die Arbeit mit einer Axt nicht so gut gefällt, wäre ein Spaltkeil daher eine gute Alternative. Ebenso können Sie einen Spaltkeil aber auch nur zum Auftrennen von Baumstämmen benutzen und die Feinarbeit mit einer Spaltaxt erledigen.

Spaltkeile werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt

Die meisten Spaltkeile bestehen aus Stahl. Dennoch finden Sie im Handel auch Keile aus Aluminiumlegierungen und Kunststoffen. All diese Keile können komplett aus Metall beziehungsweise Kunststoff bestehen oder mit einem Kopf aus einem anderen Material wie beispielsweise Holz ausgestattet sein.
  • Ein Kunststoffkeil kommt oft beim Fällen eines Baumes zum Einsatz. Er drückt den Baum, in die Richtung, in die er fallen soll. Tatsächlich gefällt wird der Baum jedoch mit einer Motorsäge. Bei der Benutzung einer Motorsäge ist ein Kunststoffkeil von Vorteil, denn in diesem Fall ist ein Spaltkeil aus Stahl zu gefährlich.
  • Spaltkeile aus Aluminiumlegierungen eignen sich gleichermaßen zum Fällen und Aufspalten. Sie haben gegenüber Spaltkeilen aus Stahl den Vorteil, dass sie leichter sind und nicht rosten.
  • Auch den Spaltkeil aus Stahl können Sie zur Herstellung von Kaminholz verwenden. Er wird aus gehärtetem Stahl hergestellt und eignet sich damit selbst für sehr hartes Holz.

Unterschiedliche Bezeichnungen des Spaltkeils

Im Fachjargon werden Spaltkeile zum Fällen von Bäumen als Fäll- oder Schnittkeile und Werkzeuge zum Aufspalten von Holz als Scheit- oder Spaltkeile bezeichnet. Eine besondere Variante ist der Drehspaltkeil, der sich durch seine verdrehte Form in das Holz schraubt. Mit ihm lassen sich ebenfalls größere Holzstücke auftrennen.
  • In Hinsicht auf die Größe und das Gewicht gibt es bei Spaltkeilen eine große Bandbreite. Die kleinsten wiegen nur wenige hundert Gramm, die größten mehrere Kilo.
  • Auch der Keilwinkel ist unterschiedlich groß und liegt meist zwischen 10 und 25°. Desto größer dieser Winkel ist, desto mehr drückt er das Holz bei jedem Schlag auseinander.
  • Spaltkeile besitzen an ihren Seiten und auf der Oberseite oft Rillen, Zacken oder Ähnliches. Sie sorgen dafür, dass der Keil nicht wieder aus dem Holz herausrutscht.

Mit dem Spaltkeil Brennholz zerkleinern

Wenn Sie Stammabschnitte oder größere Holzstücke mit einem Spaltkeil zerkleinern möchten, schlagen Sie den Spaltkeil in Faserrichtung des Holzes, also von oben in den Stamm ein. Dies geht am besten mit einem schweren Vorschlaghammer. Alternativ können Sie hierfür einen Spalthammer verwenden, denn die Rückseite seines Kopfes hat die Form eines Hammers. Eine Spaltaxt sollten Sie für diesen Zweck dagegen nicht gebrauchen. Denken Sie bei der Kombination von zwei Werkzeugen aber daran, dass Sie nicht Metall auf Metall schlagen sollten. Dadurch könnte eines der Werkzeuge splittern, Sie verletzen und hätte natürlich auch nicht mehr seine volle Funktion.
Ein Abschnitt eines Baumstamms lässt sich am leichtesten spalten, wenn Sie den Spaltkeil dort einschlagen, wo sich bereits Risse im Holz gebildet haben. Außerdem ist es zum Rand hin immer leichter als in der Mitte des Stamms. Beim Aufspalten von langen Holzstücken wird der Spaltkeil wahrscheinlich komplett im Holz verschwinden, ohne dass das Holzstück auseinanderbricht. Benutzen Sie bei dieser Arbeit deshalb am besten mehrere Keile. So können Sie neben dem ersten Spaltkeil einfach einen weiteren einschlagen.
Mein Tipp für Sie: An kalten Tagen im Winter lässt sich Holz besonders leicht mit einem Spaltkeil zerkleinern, denn Holz ist in gefrorenem Zustand sehr brüchig.